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Afrika und arabische Länder
Die Region Afrika und arabische Länder ist eine von insgesamt
vier Regionen in der IÖD-Organisationsstruktur. Insgesamt gibt es
in dieser Region über 150 Mitgliedsorganisationen in mehr als 40
Ländern mit einer Gesamtmitgliederzahl von rund 1.500.000 Menschen.
Die Regionalsprachen sind Englisch, Französisch, Arabisch und
Portugiesisch.
Seit dem letzten IÖD-Weltkongress 1997 und der Afrikanischen
Regionalkonferenz 1998 umfasst die Region Afrika offiziell auch die
arabischsprachigen Länder, und der Afrikanische Regionalausschuss
vertritt ebenfalls die arabischsprachigen Länder. Das
Regionalsekretariat befindet sich in Lomé, Togo.
Probleme in der Region
Die Probleme innerhalb dieser Region sind vielfältiger
Natur. Zunächst ist dies auf die Vielzahl unterschiedlicher
Kulturen, Religionen, Sprachen, Volkswirtschaften und Politiken
zurückzuführen. In einigen Ländern werden zwischen 40 und
60 verschiedene Dialekte gesprochen. Der Alphabetisierungsgrad ist in
den einzelnen Ländern unterschiedlich hoch und erreicht trotz der
in den vergangenen Jahren unternommenen Anstrengungen oft nur 20 bis
40%.
Fehlende Kommunikationsstrukturen sind in der Region ebenfalls ein
großes Problem. Trotz der Fortschritte in der Kommunikations- und
Verkehrsinfrastruktur ist es immer noch schwierig, zwischen den
einzelnen Ländern zu reisen oder auch nur ein Telefonat zu
führen. Fax und E-Mail stehen in vielen Ländern nicht zur
Verfügung.
Mehr als 30 der ärmsten Länder der Welt liegen in dieser
Region. Allerdings gibt es hier auch Schwellenländer wie
Südafrika, Mauritius, Ägypten und Tunesien.
In der Region gibt es ein enormes wirtschaftliches Potenzial, denn
sie ist reich an Erdöl, Gold, Diamanten, Kaffe, Kakao usw.
Allerdings sind diese Ressourcen ungerecht verteilt, schlecht
erschlossen und unzureichend bewirtschaftet.
Tätigkeiten
Die IÖD hat die Mitgliedsorganisationen in dieser Region umfassend
unterstützt und gefördert. Die Teilnahme an gewerkschaftlichen
Aktivitäten verlangt von den ArbeitnehmerInnen großes
persönliches Engagement und wird von den Arbeitgebern oft genug
sabotiert. Die ArbeitnehmerInnen nutzen oft ihren Jahresurlaub, um
Gewerkschaftsseminare besuchen zu können, denn von den Arbeitgebern
erhalten sie nur sehr selten die Erlaubnis, während der Arbeitszeit
an gewerkschaftlichen Bildungsaktivitäten teilzunehmen.
Seit einigen Jahren bietet die IÖD ein umfangreiches
gewerkschaftliches Bildungsprogramm an. Vier subregionale
Koordinationsbüros arbeiten bei der Programmdurchführung mit
den Mitgliedsorganisationen zusammen. Besonders zu erwähnen sind in
diesem Zusammenhang die Frauenprojekte.
Seit den letzten beiden Regionalkonferenzen 1994 und 1998 gibt es
für die Region einen Aktions- und Prioritätsplan sowie einen
besonderen Frauenförderplan. Die wichtigsten Prioritäten
für die Region sind:
Intensivierung gewerkschaftlicher Aktionen und Stärkung des
Regionalausschusses;
Förderung der Chancengleichheit für Frauen, junge
ArbeitnehmerInnen und RentnerInnen;
Aufnahme des sozialen Dialogs, Verteidigung von Rechten und
Freiheiten, Durchsetzung von Arbeitsnormen durch Gründung von
Netzwerken und Einsetzung von Arbeitsgruppen;
Verbesserung der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit;
Umfassendere Verbreitung von Informationen, Verbesserung der
Kommunikation;
Stärkung der Solidarität und Verbesserung der
gewerkschaftlichen Zusammenarbeit.
Die Ziele des Frauenförderplans sind:
Stärkung des regionalen Frauenausschusses;
Neustrukturierung und Reaktivierung der subregionalen
Frauenausschüsse;
Erweiterung der Aktivitäten des Frauennetzwerks;
Entwicklung spezieller Berufsbildungsprogramme für Frauen;
Bewertung der Ergebnisse der Frauenförderpläne.
Jede Subregion verfügt über ihren eigenen Aktionsplan.
Subregionen
Um die Aktivitäten in dieser Region effizienter durchführen zu
können, hat die IÖD sie in vier Subregionen unterteilt:
Arabische Länder
Algerien*, Komoren*, Djibouti, Ägypten, Jordanien, Kuwait,
Libanon, Libyen*, Marokko, Mauretanien, Palästina, Somalia*,
Sudan*, Tunesien.
Englischsprachiges Afrika (Ost & West)
Eritrea*, Äthiopien*, Gambia*, Ghana, Guinea-Bissau*,
Kenia, Liberia, Nigeria, Uganda, Sierra Leone, Tansania.
Französischsprachiges Afrika
Benin, Burkina Faso, Burundi, Kamerun, die Kapverden,
Zentralafrikanische Republik, Kongo, Côte d'Ivoire, Demokratische
Republik Kongo, Gabun, Guinea, Äquatorialguinea*, Madagaskar, Mali,
Niger, Réunion*, Ruanda, São Tome & Principe*, Senegal,
Tschad, Togo.
Südliches Afrika
Südafrika, Angola, Botswana, Lesotho, Malawi, Mauritius,
Mosambik, Namibia, Seychellen*, Swasiland, Sambia, Simbabwe.
(*Länder ohne IÖD-Mitglieder)
Diese Aufteilung, die der kulturellen Vielfalt der entsprechenden
Subregionen Rechnung trägt, soll die Zusammenarbeit mit den
Regionen erleichtern. Subregionale Wahlkreise als Satzungsorgane
entsprechen dieser Gliederung und bilden zusammen den Afrikanischen
Regionalausschuss AFREC.
AFRECON, die Regionalkonferenz für Afrika und die arabischen
Länder, ist das höchste regionale Organ, das mindestens einmal
in der Periode zwischen zwei Weltkongressen zusammentritt. Die AFRECON
bestimmt die grossen Linien der Regionalpolitik.
AFREC, der Regionale Exekutivausschuss für Afrika und die
arabischen Länder, ist mit der Umsetzung der Regionalpolitik
zwischen zwei Regionalkonferenzen betraut und tagt mindestens einmal pro
Jahr. Zum AFREC gehören auch zwei beratende Ausschüsse: der
Frauenausschuss und der Regionale Koordinierungsausschuss.
Die subregionalen Ausschüsse (SUBRAC) beraten den Regionalen
Exekutivausschuss und den Regionalsekretär in allen Fragen, die
eine spezifische Subregion betreffen. Die SUBRACs treffen einmal pro
Jahr in jeder Subregion zusammen und fungieren als Verbindungsglied
zwischen dem Regionalen Exekutivausschuss und den Landesausschüssen
der Mitglieder.
Informationsbrief
Das Regionalbüro in Lomé trägt mit dem Informationsbrief
Africa Flash zur Verbreitung der Information über alle wichtigen
Entwicklungen in der Region bei. Alle Mitgliedsorganisationen sind
deshalb aufgefordert, sich aktiv zu beteiligen, und das
Regionalsekretariat regelmäßig auf dem Laufenden zu
halten.
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